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Kochen mit Köpfchen

Verwerten statt verschwenden

Zu viele Nahrungsmittel landen weltweit im Müll, das zeigen zahlreiche Studien zum Thema Lebensmittelverschwendung. Viele Unternehmen erkennen bereits den Ernst der Lage und tragen durch gezielte Aktionen und Initiativen zur Bewusstseinsschärfung bei. Auch wir von Tante Fanny haben im Jahr 2015 die Aktion „Kochen mit Köpfchen“ ins Leben gerufen, die unter anderem auch Tipps zur Resteverwertung geben soll.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation schätzt, dass man mit den weltweit weggeworfenen Lebensmitteln rund 3 Milliarden Menschen ernähren könnte. Auch in Österreich ist die Situation leider nicht besser. Jährlich werden von den österreichischen Haushalten Nahrungsmittel im Wert von je 300 Euro (in Österreich gesamt also etwa 1 Milliarde Euro) weggeworfen. Das bedeutet 157.000 Tonnen an Essen landen jährlich österreichweit im Müll. In Deutschland bewegt sich die Zahl bereits im Millionenbereich, hier werden laut einer Studie der Universität Stuttgart nämlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr entsorgt.

Eine Studie des Institutes für Abfallwirtschaft der BOKU Wien im November 2012 zeigte, dass Brot, Süß- und Backwaren in Österreich am häufigsten im Mülleimer landen. An zweiter Stelle der meistentsorgten Lebensmittel steht Obst und Gemüse, gefolgt von Milchprodukten, Eiern, Fleisch, Wurst und Fisch. Viele Haushalte entsorgen Küchenabfälle wie beispielsweise Zwiebel- und Karottenschalen im Bio-Müll, doch gerade solche „Abfälle“ lassen sich noch wunderbar für die Zubereitung einer klaren Bouillon verwenden. Warum sollte man also Lebensmittel entsorgen, die in irgendeiner Art und Weise noch verwert- und genießbar sind? Dafür gibt es schlicht und ergreifend keinen Grund.

Initiative „Kochen mit Köpfchen“

Auch wir von Tante Fanny möchten den bewussten Umgang mit unseren Lebensmittelressourcen fördern, deshalb wurde im Jahr 2015 die Initiative „Kochen mit Köpfchen“ ins Leben gerufen. Aber worum geht’s denn da nun genau? Einfach gesagt geht es vor allem um die Verwertung bzw. Verwendung von „Resten“ in den Kühlschränken und Vorratskammern der Haushalte und das immer in Verbindung mit einem Frischteig.

Ein kleines Beispiel: Ein halber Becher Crème fraîche und ein paar Speckwürfelchen finden einfach keine Verwendung mehr, wenn man aber diese beiden Reste jetzt noch um einen Flammkuchenboden ergänzt, sieht die Welt schon wieder anders aus. In kurzer Zeit lässt sich aus den übriggebliebenen Lebensmitteln ein Elsässer Flammkuchen zubereiten. Oder den Flammkuchenboden einfach mit verschiedensten Antipasti belegen.

Flammkuchen_Antipasti

Das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit unseren Lebensmitteln wird immer mehr geschärft. Viele Unternehmen, so mancher Blogger und auch manche Länder selbst setzen die ersten Schritte zu einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, also den bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln. Auch in QUERKOCHEN findet ihr laufend Tipps zur optimalen Verwendung von Lebensmitteln, gemäß dem Motto „Verwerten statt Verschwenden“.

Nadine_TanteFanny

 

Nadine von Tante Fanny (12.10.2015)