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Kochen mit Köpfchen

Liebe geht durch den Magen

Bald haben wir es geschafft: Der Valentinstag ist der erste Vorbote für einen Frühling voller Schmetterlinge im Bauch für Frisch- und Langverliebte. Dabei regen Schokolade, Chili und Co. die Verliebtheit noch viel besser an, als die bunten Flatterer: Hier kommen die Top-Lebensmittel mit aphrodisierender Wirkung für euren gelungenen Valentinstag.

Rote-Rosen-Regen und Schokoladenbäder: Am Valentinstag feiern wir die Liebe. Und nachdem diese nicht umsonst durch den Magen geht, sollte auch der Menüplan für den 14. Februar richtig gewählt sein. Denn das kann die verliebte Stimmung schon noch einmal so richtig aufkochen lassen.

 

Ein echter Scharfmacher – Die Chilischote

Nicht nur, dass Chilis den Blutkreislauf anregen und desinfizierend wirken. Durch das Capsaicin, den Inhaltsstoff, der die Blutbahnen in Wallung bringt, werden auch die Nervenenden stimuliert. Damit empfinden wir jede Art von Berührungen intensiver. Achtung nur vor zu viel Schärfe: Wer mit Feuerspeien beschäftigt ist, der hat für die Liebe in dem Moment wahrscheinlich eher weniger übrig.

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Zartschmelzende Verführung – Die Schokolade

Weniger riskant und nicht umsonst ein Klassiker für verliebte Momente ist da die Schokolade. Das hat mehrere Gründe: Begonnen bei der anregenden Textur von zartschmelzender Schokolade an sich sowie dem Spaß am Genuss des verführerischen Liebesklassikers. Doch auch die in der Schokolade enthaltenen Phenylethylamine bleiben nicht ohne Wirkung. Schokolade steigert nachweislich die Laune, so dass Sorgen in den Hintergrund treten und die Zweisamkeit fernab vom Alltag zu Recht in vollen Zügen genossen werden kann. Und zum animierenden Schokodesserts vielleicht ein cremiger Cappuccino oder ein intensiver Espresso? Sehr gute Idee. Denn Kaffee macht nicht nur munter und verlängert so den Abend, sondern erhält auch die Libido und fördert den Blutkreislauf. Ganz abgesehen einmal vom herrlichen animierenden Duft, den so ein frisch zubereiteter Espresso verströmt.

 

Casanovas Wundermittel – Die Auster

Da wäre ganz vorne weg einmal die Auster. Auch sie liefert gleich mehrere Argumente, um zu Recht als liebesanimierendes Lebensmittel zu gelten: Zum einen die Textur, sowie die Art des richtigen Essens einer Auster. Denn schließlich soll Essen doch auch Spaß machen. Abgesehen davon zeichnet das in der Auster vorkommende Zink für eine Steigerung des Testosteronspiegels verantwortlich. (welches in der Regel auch in anderen Meeresfrüchten und Fisch natürlich enthalten ist) Ob das Casanova schon wusste ist nicht überliefert. Vielleicht ist es nur seiner guten Intuition zu verdanken, dass sich der Liebling aller Frauen des mittelalterlichen Venedigs zur Sicherung seines Rufes zum Frühstück regelmäßig 50 Austern genehmigte.

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Animierend sinnlich – Die Avocado, der Sellerie & die Omega-3-Fettsäuren

Die schöne Nachricht für Gemüsefans: Auch die Avocado reiht sich in die Liste der liebesanimierenden Wohlschmecker ein. Avocado ist reich an Vitamin A, Kalium und vor allem Vitamin E. Dieses zeichnet unter anderem für ein größeres Lustempfinden sowie für die Sensibilisierung von Berührungen verantwortlich. Aber auch unser guter alter Sellerie hat so einiges drauf. Das im Sellerie enthaltene Butylphthalid entspannt nämlich und wirkt beruhigend. Eine Möglichkeit ist also vor dem Anläuten bei dem/der Angetrauten noch schnell ein Biss in die Sellerie. Oder vielleicht einfacher: Verkochen und damit perfekte Voraussetzungen für einen entspannten Valentinsabend treffen.

Die Omega-3-Fettsäuren, die im Alltag unsere Haut sowie Herz und Kreislauf fit halten, sind uns auch am Valentinstag von Nutzen. Denn Omega-3-Fettsäuren, wie sie beispielsweise im Lachs enthalten sind, animieren unter anderem auch die Produktion der Sexualhormone. Ebenso wie es Kürbiskerne oder Leinsamen tun. Und zum Lachs vielleicht ein paar Petersilienkartoffeln? Die nächste sehr gute Idee. Denn Petersilie schmeckt nicht nur gut, sie ist auch potenzsteigernd. Nicht umsonst wurden schon im Mittelalter bestimmte Gassen in bestimmten Bezirken als Petersiliengassen betitelt.

 

Frisch geriebene Liebe – Die Muskatnuss & die Trüffel

Also auch für Jungfrauen, die damals eine Muskatnuss um den Hals trugen, eventuell ein Weg, um die Wirkung die der Nuss zugeschrieben wurde – nämlich als Glücksbringer für kinderlose Damen – zu verwirklichen. Doch auch, wenn sich die Muskatnuss heute besser im Essen als um den Hals macht, für den Valentinstag ist es definitiv eine gute Idee sie auch ins Menü zu integrieren. Das in der Nuss enthaltene Myristicin steigert nämlich die Libido. Am besten wirkt die Muskatnuss frisch gerieben.

Ebenso wie auch die Trüffel frisch gehobelt am meisten Eindruck schindet. Zumindest beim weiblichen Geschlecht. Denn der Duft des Edelpilzes ähnelt dem des männlichen Pheromons. Ob daher auch die meisten Trüffelsuchhunde oder –schweine weiblich sind, sei dahingestellt. Sicher ist, dass die Trüffel abgesehen davon, auch wunderbar schmeckt, und dazu noch für den Körper wertvolle Aminosäuren liefert.

Mediterrane Sensibilität – Der Rosmarin

Nicht weniger aromatisch geht es bei der Verwendung von Rosmarin zu. Als Valentinsbringer qualifiziert es die durchblutungssteigernde Wirkung. Das erhöht – übrigens gleich wie Ingwer und Cayennepfeffer auch – die Sensibilität der Haut. Daher ist Rosmarin nicht nur zu Lammstelze und Co. ein valentinsmäßiger Liebesbringer, sondern vielleicht auch als ätherisches Öl im Badewasser. Das würde Liebesgöttin Aphrodite bestimmt gut heißen. Schließlich wird der mediterrane Rosmarin ihr auch als Pflanze zugeordnet.

 

Belebt nicht nur den Kreislauf – Der Granatapfel

Wobei Aphrodites eigentliches Symbol schon im antiken Griechenland der Granatapfel war. Schließlich schlichtete der Trojaner Paris den Göttinnen-Streit zwischen Hera, Athene und Aphrodite indem er Letzterer einen Granatapfel schenkte. Anitoxidantien sowie die Belebung des Kreislaufs stehen auf der gesunden Plusseite der Frucht. Der herrlich erfrischende Geschmack sowie der Spaß am Verzehr sind der genussreichen Pro-Seite zuzuordnen. Natürlich ganz abgesehen von der Farbe: Rot wie die Liebe.

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Aphrodisierend süffig – Der Rotwein & der Champagner

Die Farbe der Liebe, die der Rotwein sogar im Namen trägt. Daher soll auch Alkohol, wie Schaumwein oder eben Rotwein, in der Liste der aphrodisierenden Lebensmittel nicht fehlen. Sie glauben es ist Zufall, dass sich Frischverliebte traditionell ein Gläschen Champagner gönnen? Natürlich nicht. Abgesehen vom prestigeträchtigen Image des Champagners, sorgt die Kohlensäure nämlich dafür, dass der Alkohol schneller ins Blut gelangt. Und das senkt Hemmungen und regt die Lustzentren im Zwischenhirn an. Aber auch hier ist weniger oft mehr. Denn zu viel Alkohol entspannt so sehr, dass aus einem anregenden Valentinsabend schnell ein tiefes Nickerchen wird.

Da heißt es dann doch eher auf die animierende Wirkung von Granatapfel und Chili zu bauen, um dem Tag der Liebenden mit schönen, unvergesslichen und hoffentlich auch kulinarisch genussreichen Momenten alle Ehre zu erweisen.

Nina Maduixa (02.02.2016)