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Kochen mit Köpfchen

Endlich Ostern!

Bald ist Ostern da. Das bedeutet für viele Kinder vor allem eines: Osternester suchen. Doch es gibt weitaus mehr Bräuche rund um die Osterzeit. Wir haben die schönsten österreichischen und deutschen Traditionen für dich im Überblick.

Wir freuen uns auf den Frühling, das Erwachen der Natur und natürlich darauf, dass die Tage endlich wieder länger werden. Um diesen Neubeginn zu ehren, ist früher ein Frühlingsfest veranstaltet worden sein – unser heutiges Osterfest, das wir immer am ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn feiern. Für Christen ist es das wohl wichtigste Fest und es ist untrennbar mit allerlei Traditionen und Bräuchen verbunden. Wir zeigen dir 4 Osterbräuche und verraten dir was es damit auf sich hat.

 

Ein Korb voll Leckereien

In Deutschland und Österreich werden am Gründonnerstag oder Karsamstag die Osterspeisen geweiht. In den Weihkörben finden sich je nach Region und Familie Salz, Kren (Meerrettich), hartgekochte Eier, weiches Brot – Osterpinzen, Guglhupf mit Rosinen oder auch ganz klassische Hefeteige in allen Formen – und verschiedenes Fleisch, wie Osterschinken oder Würste. Deshalb ist die Segnung vieler Orts auch als Fleischweihe bekannt. Am Ostersonntag werden dann die Speisen im Kreis der Familie gegessen.

Ostern Osterbräuche - Querkochen

 

Viele bunte Eier

Eier sind zu Ostern allgegenwärtig. Es gibt sie in allen Farben und mit verschiedenen Mustern, auch aus Schokolade oder Marzipan bestehen sie oft. Die Tradition dahinter hat vor allem einen praktischen Hintergrund: Eier durften während der Fastenzeit nicht gegessen werden, deshalb wurden sie kurzerhand hartgekocht, um sie haltbar zu machen. Außerdem gilt das Ei in vielen Kulturen als Symbol für neues Leben. So erinnert im Christentum das frisch geschlüpfte Küken an die Wiedergeburt Jesu Christi.

Nicht eindeutig geklärt ist hingegen, warum die Eier gefärbt wurden. Dazu zwei Theorien.
Die erste besagt, dass die Eier im Mittelalter rot eingefärbt wurden, um ihre Bedeutsamkeit zu unterstreichen. Die rote Farbe sollte dabei an das vergossene Blut Jesu am Kreuz erinnern, erst nach und nach kamen weitere Farben hinzu.

Die zweite Hypothese ist eine praktische: Die Eier wurden einfach eingefärbt, um die gekochten von den frischen unterschieden zu können. Eier in allen Regenbogenfarben finden Kinder jedenfalls heute in ihrem Osternest, das natürlich der Osterhase versteckt.
Einen besonderen Brauch gibt es übrigens in Österreich: das Eierpecken. Dabei schlagen die Kinder ihre Eier gegeneinander. Gewonnen hat schlussendlich derjenige, dessen Ei nach dem Pecken noch heil ist.

 

Ostern Osterbräuche - Querkochen

 

Kommt ein Hase gehoppelt

Ein Hase, der Eier bringt und sie noch dazu im Garten versteckt? Dass der Hase zu Ostern eine fast ebenso große Rolle spielt, wie die Eier die er verteilt, verdankt er seiner enormen Fruchtbarkeit. Hasen bekommen bis zu 20 Junge im Jahr – das Sinnbild für neues Leben schlechthin.
Ach ja: der Hase hat nicht immer die Eier gebracht. Früher waren es je nach Region Fuchs, Kuckuck, Storch oder Hahn. Dass der Hase heute der Shooting-Star ist, verdankt er vor allem den Schokoladeherstellern. Der Schokohase fehlt nämlich in keinem Osternest.

Ostern Osterbräuche - Querkochen

Es brennt in der Osternacht

Ein fixer Bestandteil der Osternacht sind die Osterfeuer, die das Ende des Winters verkünden. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag werden überall in Österreich und Deutschland Osterfeuer entzündet. In der Steiermark aus dem Holz der ersten Grünschnitte und Weinreben, im salzburgerischen Lungau werden sogar Holzkästen für das Osterfeuer gezimmert, die bis zu sechs Meter hoch sind. Über die Flammen zu springen, soll angeblich Glück bringen. Eine wahre Augenweide ist das Osterfeuer am Hamburger Elbstrand. Bewegter geht es in Lüdge in Nordrhein-Westfalen zu: Dort werden mit Stroh gefüllte Holzräder bei Sonnenuntergang angezündet und ins Tal hinab gerollt.
Einen ganz schrägen Osterbrauch gibt es übrigens im oberösterreichischen Salzkammergut. Beim „Oarradln“ (Eierradeln) sollte man in Obertraun ein besonders wachsames Auge auf alles haben, das Räder hat. In der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag verschleppen die Einheimischen herrenlose „Fahrzeuge“. So finden sich Räder, Scheibtruhen, Dreiradler oder Roller auf Dächern, Bäumen und in Sträuchern wieder. Der Hintergrund: Chaotische Dorfbewohner sollen so zur Ordnung erzogen werden. Frohe Ostern!