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Kochen mit Köpfchen

7 Tipps zum Umgang mit Beeren in der Küche

Vom Sammeln übers Ernten bis hin zur Verarbeitung. Wir haben 7 Tipps zum richtigen Umgang mit Beeren in der Küche für dich gesammelt. Und: Auch Beerenflecken haben keine Chance.

Sommerzeit ist Beerenzeit. Das Angebot ist groß, an Sträuchern reifen süße Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, und, und, und. Das Feine: Beeren schmecken nicht nur, sie sind auch noch richtig gesund. Biss für Biss gelangen Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in unseren Körper. Gleichzeitig sind die Früchte extrem kalorienarm, 100 Gramm schlagen mit maximal 44 Kalorien zu Buche. Perfekt also für die sommerliche Beerenküche, die mit folgenden Tipps gelingt:

 

1. Sammeln oder kaufen?

Gut ist, was Freude macht. Egal, ob gekauft oder selbst gesammelt, Beeren schmecken immer. Obwohl sich die wilden Vertreter geschmacklich natürlich von den Zuchtbeeren unterscheiden. Am besten verkosten und sich für den persönlichen Favoriten entscheiden! Eifrige Wildbeeren-Sucher sollten allerdings darauf achten, wirklich nur die Früchte zu pflücken, die sie auch hundertprozentig erkennen – sicher ist sicher.

Beeren_Walderdbeeren

2. Frische Früchtchen ernten

Reif oder nicht reif, das ist hier die Frage. Nicht immer ist die Fruchtfarbe ein verlässlicher Indikator. Nur weil etwa eine Himbeere rot ist, muss sie nicht zwingend süß und erntereif sein. Das ist sie erst, wenn sie sich leicht vom Zapfen lösen lässt. Schwarz- oder Heidelbeeren tragen einen weißlichen Schleier, Brombeeren müssen richtig blau-schwarz sein und auf leichten Druck nachgeben, Erdbeeren bis in die Spitzen rot und sich leicht vom Kelchblatt lösen lassen. Verlässlich ist der Geruchstest – riecht die Beere fruchtig, ist sie gut.

Wichtig: Einmal geerntete Beeren reifen nicht nach. Einzige Ausnahme von der Regel sind die Stachelbeeren.

 

3. Beeren richtig lagern

Generell sollten Beeren kühl und dunkel aufbewahrt werden. Also entweder im Gemüsefach des Kühlschranks oder im Keller. Um unnötige Druckstellen zu vermeiden, sollten Beeren stets nebeneinander gelagert werden. Auf einem Teller oder in einer flachen Schale werden die Früchte nicht matschig. Beim regelmäßigen Schimmeltest werden schlechte Früchte aussortiert, damit sie ihre Nachbarn nicht anstecken. Auch Blütenblätter, Kelche und Stängel solltest du erst kurz vor der Weiterverarbeitung entfernen.

 

4. Beeren besser nicht waschen

Durch Wasser verlieren Beeren an Aroma. Selbst gesammelte Früchte also im Sinne des Geschmacks möglichst nicht waschen, bei gekauften geht es oft nicht anders. In diesem Fall Wasser in ein Gefäß füllen oder ins Spülbecken einlaufen lassen, Beeren kurz hineintauchen und auf ein Tuch zum Abtropfen legen.

 

5. Beeren verarbeiten

Natürlich schmecken Beeren frisch am besten. Aber eingefroren oder zu Marmeladen oder Sirupen verarbeitet, verlängerst du den Sommer geschmacklich ganz leicht. Zum Einfrieren eigenen sich grundsätzlich alle Beeren. Damit sie schön bleiben, am besten nebeneinander auf ein Tablett setzen und tiefkühlen. Erst danach in Tiefkühlbeutel füllen. Die Beeren schmecken wunderbar im Müsli oder Joghurt, in Saucen, Torten, Gebäck, als Eis oder in Smoothies. Für letztere können sie auch gleich püriert und portionsweise in Eiswürfelbehälter gefüllt werden.

Beeren, die du später zu Marmelade, Kompott, Sirup oder Chutney verarbeiten möchtest, vorzugsweise gleich in der gewünschten Menge im Tiefkühlbeutel verstauen – hier ist es egal, wenn sie zusammenkleben. Gewicht unbedingt vermerken, sonst wird es später mit der Zugabe der richtigen Zucker-, Honig- oder Agavendicksaftmenge beim Verarbeiten schwierig.

Beeren_Marmelade_Sirup

6. Beeren mal anders

Beeren müssen nicht immer süß verarbeitet werden, etwas Feuer steht ihnen durchaus. Also über den Tellerrand schauen, Grill anheizen und eine pikante Erdbeer-Tomaten-Salsa zum Fleisch servieren. Der Blattsalat mit Beeren und dunklem Balsamicoessig ist ein leichtes und erfrischendes Mittagessen, Beeren und Käse sind sowieso ein eingespieltes Team. Das Steak harmoniert hervorragend mit einer Brombeer-Chili-Sauce und die Forelle mit Tomaten-Zucchini-Stachelbeer-Gemüse. Beeren mögen es, saisonal und ungewöhnlich kombiniert zu werden. Nur Mut!

 

7. Beerenflecken entfernen

Sollte sich in der Küche im Eifer des Gefechts ein Beerenfleck auf die Kleidung verirren, rückst du dem Übeltäter am besten mit Mineralwasser zu Leibe. Frische Flecken gehen damit nämlich am besten raus. Dazu den Fleck mehrmals nass machen und Gewand dann sofort in der Maschine waschen.

Ebenfalls ein heißer Tipp: Zitrone. Die Säure entfernt nicht nur Flecken aus der Kleidung, auch verfärbte Hände oder Zähne werden mit Zitronensaft schnell wieder sauber. Bei richtig alten Flecken ist Milch die Waffe der Wahl. Kleidungsstück vor dem Waschen mehrere Stunden darin einweichen und dann so heiß wie möglich waschen.

(14.06.2019)